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EBC-Report 1507 Napoleon Hill – Erfolgsgesetze – 1 Mastermind

Napoleon Hill - 16 Erfolgsgesetze

Napoleon Hill – Erfolgsgesetze

Inhaltsübersicht

1. Lektion:   Das Mastermind

 

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Inhalt dieser Einführungslektion

  1. Macht – Was sie ist, wie sie geschaffen und genutzt wird.
  2. Kooperation – Die Psychologie gemeinsamer Anstrengungen und ihre konstruktive Nutzung
  3. Das Mastermind – Wie eine solche geistige Allianz über eine harmonische Ausrichtung von Zweck und Bemühungen zwischen zwei oder mehr Personen erzeugt wird.
  4. Henry Ford, Thomas A. Edison und Harvey S. Firestone – das Geheimnis ihrer Macht und ihres Wohlstands.
  5. Die „großen Sechs“ – Wie sie das Gesetz des „Mastermind“ nutzten, damit jeder von ihnen ein Jahreseinkommen von über $ 25.000.000,— pro Jahr erzielte.
  6. Vorstellungskraft – Wie sie so stimuliert wird, dass sie praktische Pläne und neue Ideen erzeugt.
  7. Telepathie – Wie Gedanken über den Äther von einem Unterbewusstsein zum anderen übertragen werden. Jedes Gehirn ist gleichzeitig eine Sende- und eine Empfangsstation für Gedanken.
  8. Wie sich Verkäufer und Vortragsredner auf die Gedanken ihres Publikums „einstimmen“ oder „hineinfühlen“.
  9. Schwingung – beschrieben von Dr. Alexander Graham Bell, Erfinder des Telefons.
  10. Luft und Äther – Wie sie Schwingungen übertragen.
  11. Wie und warum Ideen aus unbekannten Quellen hereinströmen.
  12. Die Geschichte der Philosophie des Erfolgsgesetzes. Fünfundzwanzig Jahre wissenschaftliche Forschungsarbeit und Experimente.
  13. Richter Elbert H. Gary liest das Erfolgsgesetz und ist von seinem Inhalt begeistert.
  14. Andrew Carnegie als Auslöser des Erfolgsgesetzes.
  15. Das Erfolgsgesetz hilft einer Gruppe von Vertretern, $ 1.000.000.– zu verdienen.
  16. Eine Erläuterung des so genannten „Spiritualismus“.
  17. Geordnete Bemühungen, Ursprung aller Macht.
  18. Wie Sie sich selbst analysieren.
  19. Wie aus einer alten, anscheinend wertlosen Farm ein kleines Vermögen gemacht wurde
  20. In ihrem jetzigen Beruf verbirgt sich eine Goldader, falls Sie sich nach den Anweisungen richten und tief genug graben.
  21. Für die Weiterentwicklung einer praktischen Idee oder eines Plans, den Sie ausarbeiten, gibt es genug Kapital.
  22. Einige Gründe, warum Menschen scheitern.
  23. Warum Henry Ford der mächtigste Mensch auf Erden ist und wie Sie diese Prinzipien ebenfalls nutzen können.
  24. Warum sich einige Leute ihr Umfeld unwissentlich zum Feind machen
  25. Die Auswirkung des sexuellen Kontakts ist eine geistige Stimulanz und gesundheitsförderlich.
  26. Was in der als „Wiedererwachen“ bekannten religiösen Orgie geschieht.
  27. Was wir aus der „Bibel der Natur“ gelernt haben.
  28. Die Chemie des Geistes. Wie sie Sie aufbauen oder zerstören kann.
  29. Was ist der „psychologische Augenblick“ der Verkaufstüchtigkeit?
  30. Wie Sie einen schwächer werdenden Geist wieder „aufladen“.
  31. Der Wert und die Bedeutung der Harmonie in allen gemeinsamen Bemühungen.
  32. Über welche Aktivposten verfügt Henry Ford?
  33. Das ist das Zeitalter der Zusammenschlüsse und gemeinsamer Anstrengungen.
  34. Woodrow Wilson bedient sich des „Mastermind“-Gesetzes für seinen Plan des Völkerbundes.
  35. Erfolg ist eine Sache taktvoller Verhandlungen mit anderen Menschen.
  36. Jeder Mensch besitzt mindestens zwei unterschiedliche Persönlichkeiten: eine destruktive und eine konstruktive.
  37. Erziehung wird häufig irrtümlicherweise als das Auswendiglernen von Fakten verstanden. Erziehung bedeutet, über die Entfaltung und Nutzung des menschliche Geistes eine Entwicklung von innen nach außen zu vollziehen.
  38. Zwei Methoden für die Aneignung von Wissen aufgrund persönlicher Erfahrung und durch Übernahme des Wissens, das andere durch Erfahrung erworben haben.
  39. Persönlichkeitsanalysen von Henry Ford, Benjamin Franklin, George Washington, Abraham Lincoln, Theodore Roosevelt, William Howard Taft, Woodrow Wilson, Napoleon Bonaparte, Calvin Coolidge und Jesse James.
  40. Eine Nachbetrachtung des Autors.

Lektion 1

Die Mastermind-Gruppe

Wir gelangen nun zum nächsten Schritt in der Beschreibungskette der Möglichkeiten
für eine Sammlung, Klassifizierung und Ordnung nützlichen Wissens
auf dem Wege einer Allianz zwischen zwei oder mehr Gehirnen, aus
denen das „Mastermind“ entsteht.
Der Begriff „Mastermind“ ist abstrakt; im Bereich der bekannten Fakten gibt
es hierfür kein Gegenstück, außer für einige wenige Menschen, die die Auswirkungen
eines Bewusstseins auf ein anderes sorgfältig untersucht haben.
Der Verfasser hat erfolglos die gesamte Fachliteratur durchsucht, konnte
aber nirgends auch nur den geringsten Verweis auf das hier als „Mastermind“
bezeichnete Prinzip finden. Der Begriff selbst stammt von Andrew Carnegie
und wurde dem Verfasser im Rahmen der in Lektion zwei beschriebenen
Umstände bekannt.

Die Chemie des Bewusstseins

Der Verfasser ist der Auffassung, dass das Bewusstsein aus derselben „fluiden“
Energie besteht, aus der auch der alles durchdringende Äther besteht.
Sowohl dem Laien wie auch dem wissenschaftlichen Forscher ist wohlbekannt,
dass einige Gehirne beim ersten Kontakt sofort „Funken sprühen“, während
andere eine natürliche Affinität füreinander aufweisen. Zwischen den beiden
Extrempositionen der natürlichen Feindschaft und der natürlichen Affinität
gibt es ein breites Spektrum an Möglichkeiten für unterschiedliche geistige
Reaktionen, sobald zwei Gehirne aufeinandertreffen.
Einige Gehirne sind von Haus aus so aufeinander geeicht, dass sich „Liebe auf
den ersten Blick“ einstellt. Andere stehen sich so gegensätzlich gegenüber,
dass bereits beim ersten Kennenlernen eine gegenseitige Abneigung zutage
tritt. Dabei bedarf es nicht eines einzigen gesprochenen Wortes und die üblichen
Hinweise auf Liebe oder Hass sind nicht im geringsten erkennbar.
Es ist durchaus denkbar, dass das „Bewusstsein“ aus einem Fluidum oder einer
Substanz besteht – wobei die Bezeichnung nichts zur Sache tut -, die dem
Äther ähnlich ist (oder gar dieselbe Substanz ist). Sobald zwei Bewusstseine
eng genug miteinander in Kontakt treten, führt die Vermischung der Einheiten
dieser „geistigen Substanz“ (nennen wir sie die ‘Elektronen des Äthers‘) zu einer
chemischen Reaktion und es wird eine Schwingung ausgelöst, welche die
beiden Menschen angenehm oder unangenehm berührt.
Die Auswirkung des Aufeinandertreffens zweier Bewusstseine ist selbst für
den beiläufigsten Beobachter erkennbar. Keine Wirkung ohne Ursache! Was
liegt näher, als die Vermutung, dass die Ursache für die Veränderung des
geistigen Zustands zwischen den beiden Bewusstseinen, die gerade erst in
einen engeren Kontakt gekommen sind, keine andere ist als das Durcheinandergeraten
der Elektronen oder Einheiten jedes Bewusstseins, die dabei sind,
sich in dem durch den Kontakt neu geschaffenen Feld neu zu ordnen?

Eine Inspiration des Tages

Damit diese Kurseinheit auf einer soliden Basis aufbaut, haben wir weit ausgeholt
und eingeräumt, dass das enge Aufeinandertreffen zweier Bewusstseine
in jedem der betreffenden Bewusstseine eine spürbare „Auswirkung“
beziehungsweise einen Geisteszustand hinterlässt, der sich von dem unmittelbar
vor dem Kontakt vorhandenen Zustand merklich unterscheidet. Die
„Ursache“ für diese Reaktion eines Bewusstseins auf ein anderes zu kennen,
ist zwar wünschenswert, jedoch nicht notwendig. Dass die Reaktion stattfindet
ist eine Tatsache, die uns als Ausgangspunkt dient, von dem aus wir
aufzeigen können, was mit dem Begriff „Mastermind“ gemeint ist.
Ein Mastermind kann durch das Zusammenbringen oder Vermischen von
zwei oder mehr Bewusstseinen in einem Geiste einer vollkommenen Harmonie
geschaffen werden. Aus diesem harmonischen Ineinanderfließen der
Chemie des Bewusstseins ergibt sich ein drittes Bewusstsein, auf das alle
Beteiligten zugreifen können. Dieses Mastermind („Superhirn“) steht den Beteiligten
solange zur Verfügung, wie zwischen ihnen eine freundliche und harmonische
Allianz bestehen bleibt. Sobald die Allianz aufgelöst wird, löst sich
auch dieses Mastermind wieder auf und alle Nachweise seiner vormaligen
Existenz verschwinden ebenfalls.
Dieses Prinzip der seelischen Chemie ist die Basis und Ursache für praktisch
alle so genannten „Seelenverwandtschaften“ und „ewigen Dreiecke“,
von denen leider allzu viele vor den Scheidungsrichtern enden und den Spott
ignoranter und ungebildeter Menschen, die die größten Naturgesetze ins Lächerliche
ziehen, auf sich ziehen.
Der gesamten zivilisierten Welt ist bekannt, dass die ersten zwei oder drei
Jahre des Zusammenlebens nach der Eheschließung häufig von zahlreichen
mehr oder weniger stark ausgeprägten Unstimmigkeiten begleitet werden.
Das sind die Jahre der „Anpassung“. Falls die Ehe diese Zeit übersteht, steigt
die Wahrscheinlichkeit einer dauerhaften Verbindung. Kein verheirateter
Mensch wird diese Tatsache abstreiten. Auch hier ist wieder die „Auswirkung“
zu sehen, auch wenn uns die „Ursache“ verborgen bleibt.
Auch wenn es noch weitere Begleitursachen gibt, ist die mangelnde Harmonie
in diesen frühen Jahren einer Ehe häufig auf die Langsamkeit der
Chemie der Bewusstseine zurückzuführen, während sie sich harmonisch
ineinander vermischen. Anders ausgedrückt: die Elektronen oder Einheiten
der „Bewusstsein“ genannten Energie sind beim ersten Kontakt meist weder
besonders freundlich noch feindlich eingestellt, durch das ständige Zusammensein
passen sie sich jedoch allmählich harmonisch einander an, außer in
seltenen Fällen, in denen das Zusammensein die gegenteilige Wirkung zeigt
und schließlich zur offenen Feindschaft zwischen diesen Einheiten führt.
Es ist allgemein bekannt, dass Mann und Frau, nachdem sie zehn oder fünfzehn
Jahre zusammen gelebt haben, füreinander praktisch unerlässlich werden,
selbst dann, wenn nicht der geringste Hinweis auf etwas vorhanden ist,
was als Liebe bezeichnet werden könnte. Darüber hinaus führt diese Verbindung
und Beziehung sexuell nicht nur eine natürliche Affinität zwischen zwei
Bewusstseinen herbei, sondern ist sogar die Ursache dafür, dass zwei Menschen
ähnliche Gesichtszüge annehmen und sich auch in anderer Hinsicht
ähnlicher werden. Jeder geübte Analytiker der menschlichen Natur kann aus
einer Menschenmenge ohne weiteres die Ehefrau herausfinden, nachdem
ihm der Ehemann vorgestellt wurde.

Der Ausdruck der Augen, die Gesichtskonturen und der Klang der Stimmen
von Menschen, die sich bereits seit langer Zeit in einer Beziehung miteinander
befinden, gleichen sich in einem bemerkenswerten Maße immer mehr
an.
Die Auswirkung der Chemie des menschlichen Bewusstseins ist dermaßen
ausgeprägt, dass jeder erfahrene Vortragsredner die Akzeptanz seiner Aussagen
durch sein Publikum rasch einschätzen kann. Der Redner, der gelernt
hat, die Auswirkungen von Feindseligkeit zu „erspüren“ und wahrzunehmen,
kann die Feindseligkeit im Bewusstsein einer einzigen Person im Publik erkennen.
Er kann diese Interpretationen sogar vollziehen, ohne dass er von den
Gesichtsausdrücken der Anwesenden beeinflusst würde. Aufgrund dieser
Tatsache kann ein Redner vor seinem Publikum zur Höchstform auflaufen
oder straucheln, ohne dass ein einziger Laut fiele oder in den Gesichtszügen
auch nur einmal ein Hinweis auf Zufriedenheit oder Unzufriedenheit erkennbar
wäre.
Alle „Starverkäufer“ kennen den Zeitpunkt des „psychologischen Abschlusses“
und wissen, wann er gekommen ist. Dies hat nichts mit dem zu tun, was
der Interessent sagt, sondern mit den Auswirkungen der Chemie seines Bewusstseins,
wie es von der Verkäuferin oder vom Verkäufer interpretiert oder
„gespürt“ wird. Worte verschleiern die Absichten des Sprechers manchmal,
aber die richtige Interpretation der Chemie des Bewusstseins lässt dieses
Schlupfloch nicht zu. Jeder fähige Verkäufer und Vertreter weiß, dass die
meisten Käufer beinahe bis zum Höhepunkt des Verkaufs eine negative Einstellung
haben.
Jeder fähige Anwalt hat einen sechsten Sinn entwickelt, der es ihm gestattet,
auch den geschliffensten Worte eines cleveren Zeugen, der lügt, zu misstrauen
und richtig zu interpretieren, was im Bewusstsein dieses Zeugen vor sich
geht. Verantwortlich hierfür ist die Chemie des Bewusstseins. Die meisten
Anwälte haben diese Fähigkeit entwickelt, ohne sich über die wahre Ursache
im klaren zu sein; sie bedienen sich der Technik ohne ein wissenschaftliches
Verständnis, auf der sie beruht. Auf viele Verkäufer trifft dasselbe zu.
Ein Mensch, der die Gabe besitzt, die Chemie der Bewusstseine seiner Mitmenschen
richtig zu interpretieren, tritt – bildlich gesprochen – durch die
Vordertüre eines Herrenhauses in ein bestimmtes Bewusstsein ein und erforscht
mit Leichtigkeit das gesamte Gebäude, nimmt sämtliche Einzelheiten
auf und spaziert, ausgestattet mit einem umfassenden Bild der inneren Gegebenheiten
des Gebäudes, wieder hinaus, ohne dass der Eigentümer gemerkt
hätte, dass er einen Besucher zu Gast hatte.
In der Kurseinheit über richtiges Denken werden wir auf den praktischen
Nutzen dieser Gabe näher eingehen (wobei wir das Prinzip der Chemie des
Bewusstseins zu Rate ziehen).
Das Prinzip der seelischen Chemie wurde nun bereits deutlich genug angesprochen,
um unter Heranziehung der eigenen Alltagserfahrungen des
Kursteilnehmers und selbst bei oberflächlicher Beobachtung bestätigen zu
können, dass beim engen Aufeinandertreffen zweier Bewusstseine in beiden
Gehirnen eine merkliche Veränderung stattfindet, welche sich manchmal als
Feindseligkeit und manchmal als Freundlichkeit zeigt. Jedes Bewusstsein besitzt
etwas, das als „elektrisches Feld“ bezeichnet werden könnte. Das Wesen
dieses Feldes verändert sich je nach „Stimmungslage“ des einzelnen
Bewusstseins und entsprechend der Art der seelischen Chemie, die dieses
„Feld“ erschafft.

Der Verfasser ist der Meinung, dass der normale oder natürliche Zustand
der Chemie eines einzelnen Bewusstseins das Ergebnis seines physischen
Erbes plus der Art seiner vorherrschenden Gedanken ist und dass sich jedes
Bewusstsein ständig in dem Maße verändert, in dem die Philosophie des betreffenden
Menschen und seine allgemeinen Denkgewohnheiten die Chemie
seines Bewusstseins verändern. Von der Richtigkeit dieser Prinzipien geht
der Verfasser fest aus.
Dass jeder Mensch freiwillig die Chemie seines Bewusstseins so verändern
kann, dass es entweder alles, womit es in Kontakt kommt, anzieht oder abstößt,
ist eine bekannte Tatsache! Mit anderen Worten: jeder Mensch kann
eine geistige Haltung einnehmen, mit der er seine Mitmenschen anziehen
und sie friedlich oder abweisend stimmen kann; hierzu benötigt er weder
Worte oder Gesichtsausdrücke noch sonstige körperliche Bewegungen oder
Verhaltensweisen.
Blättern Sie jetzt nochmals zur Definition des „Mastermind“ zurück – die aus
einem Vermischen und Koordinieren von zwei oder mehr Bewusstseinen im
Geiste einer vollkommenen Harmonie erwächst; Sie werden dann die volle
Bedeutung des Wortes „Harmonie“ ermessen, so wie es hier verwendet wird.
Zwei Bewusstseine können nur dann ineinanderfließen und miteinander koordiniert
werden, wenn eine vollkommene Harmonie gegeben ist. Hier liegt das
Geheimnis von Erfolg oder Misserfolg für praktisch sämtliche geschäftliche
und gesellschaftliche Verbindungen.
Jeder Vertriebsleiter und jede Führungspersönlichkeit versteht die Bedeutung
eines Gemeinschafts- oder Kameradschaftsgeistes, eines von einem
gemeinsamen Verständnis und einem Zusammenarbeiten geprägten Korpsgeistes
für das Erreichen von Erfolgen. Dieser übergreifende Geist der Harmonie
wird über den Weg von Disziplin, freiwilliger oder unfreiwilliger Art,
erreicht, so dass die einzelnen Bewusstseine in ein „Mastermind“ einfließen,
womit gemeint ist, dass die einzelnen Bewusstseine dergestalt verändert
werden, dass sie wie ein einziges zusammenwirken und funktionieren.
Methoden zur Erreichung dieses Zusammenwirkens gibt es so viele wie es
Menschen gibt, die in den verschiedenen Formen der Führungsschaft beteiligt
sind. Jede Führungskraft hat ihre eigene Methode, über welche die
Bewusstseine zusammengebracht werden. Einige bedienen sich der Gewalt.
Andere der Überzeugungsarbeit. Wieder andere beruhen auf der Androhung
von Strafe, während andere mit einer Belohnung winken. Der Kursteilnehmer
wird sich nicht lange mit dem Studium der Geschichte von Staatskunst, Politik,
Geschäfts- oder Finanzwelt aufhalten müssen, um die von den jeweiligen
Führungskräften angewandten Methoden aufzuspüren, damit die einzelnen
Bewusstseine in ein Massenbewusstsein einfließen.
Die wirklich großen Führer der Welt wurden von der Natur jedoch mit einer
Kombination der seelischen Chemie ausgestattet, die auf andere Bewusstseine
als Anziehungskern wirkt. So war Napoleon Bonaparte ein bemerkenswertes
Beispiel für einen Mann, der einen magnetischen Geist besaß, der
eine ausgeprägte Tendenz hatte, alle Bewusstseine, die damit in Kontakt kamen,
in den Bann zu ziehen. Die Soldaten folgten Napoleon ohne weiteres
Abwägen in den sicheren Tod, weil er über eine so anziehungsstarke Persönlichkeit
verfügte. Diese Persönlichkeit war nichts anderes als die Chemie
seines Bewusstseins.

Wenn ein einziger Mensch aus einer Gruppe ein sehr negatives oder abweisendes
Bewusstsein aufweist, lässt sich keine Gruppe von Bewusstseinen in
ein Mastermind verwandeln. Negative und positive Bewusstseine lassen sich
nicht in einem Mastermind zusammenbringen, zumindest nicht in dem Sinne,
in dem „Mastermind“ hier beschrieben wird.
Die Unkenntnis dieses Umstandes hat schon viele ansonsten fähige Führungsleute
ins Verderben geschickt.
Jede fähige Führungspersönlichkeit, die dieses Prinzip der seelischen Chemie
verstanden hat, kann die Bewusstseine praktisch jeder beliebigen Gruppe von
Menschen zeitweilig durchaus so zusammenbringen, dass sie ein Massenbewusstsein
ergeben, eine solche Verbindung wird sich jedoch fast zeitgleich
mit dem Wegfallen der Präsenz der Führungspersönlichkeit wieder auflösen.
Die erfolgreichsten Lebensversicherungsgesellschaften und andere Vertriebsgruppen
treffen sich einmal wöchentlich oder noch öfter, um …
Ja, warum?
… um die einzelnen Bewusstseine zu einem Mastermind zusammen zu bringen,
welches den einzelnen Bewusstseinen über eine begrenzte Anzahl von
Tagen hinweg als Anreiz dient!
Es kann durchaus der Fall sein – und wird es in der Regel auch sein -, dass die
einzelnen Gruppenleiter oder Vorsitzenden solcher Gruppen nicht verstehen,
was in solchen Meetings und Versammlungen wirklich geschieht. Der Ablauf
solcher Meetings obliegt in der Regel einem Bereichsleiter oder einem
anderen Angehörigen der Gruppe, manchmal auch einem Außenstehenden,
während die Bewusstseine der einzelnen Teilnehmer miteinander Kontakt
aufnehmen und sich gegenseitig aufladen.
Das Gehirn des Menschen lässt sich insofern mit einer elektrischen Batterie
vergleichen, als es sich erschöpft oder leer wird, wodurch sein Besitzer kraftlos,
mutlos oder antriebsschwach wird. Wer ist schon so glücklich, als dass
er dieses Gefühl nie gekannt hätte? Wenn sich das menschliche Gehirn in diesem
Zustand der verminderten Aufnahmefähigkeit befindet, muss es neu aufgeladen
werden. Dies geschieht über den Kontakt mit einem oder mehreren
vitaleren Bewusstseinen. Die großen Führungspersönlichkeiten verstehen die
Notwendigkeit dieses „Aufladeprozesses“ und sie verstehen auch, wie sie das
Ergebnis erreichen.
Dieses Wissen unterscheidet eine Führungspersönlichkeit von einer Gefolgsperson!
Glücklich ist der Mensch, der dieses Prinzip gründlich genug versteht, um
sein Gehirn im „Aufladezustand“ zu halten, indem er in periodischen Zeitabständen
mit einem von mehr Lebenskraft erfüllten Bewusstsein Kontakt aufnimmt.
Einer der effizientesten Anreize, über die ein Bewusstsein aufgeladen
werden kann, ist der sexuelle Kontakt, jedoch nur dann, wenn ein solcher
Kontakt zwischen Mann und Frau, die eine ehrliche Zuneigung zueinander
empfinden, auf intelligente Weise zustande kommt. Jede andere Art des sexuellen
Kontakts wirkt auf das Bewustsein entkräftend.
Auch jeder kompetente psychotherapeutische Praktiker kann ein Gehirn in
Minutenschnelle wieder „aufladen“.

Sie halten nichts von Kooperation?
Sehen Sie sich einen Wagen an,
der ein Rad verloren hat!

 

Bevor wir uns wieder einem anderen Thema widmen, gestatten Sie mir noch
den Hinweis, dass alle großen Führungspersönlichkeiten unabhängig von
ihren jeweiligen Tätigkeitsbereichen immer auch hochgradig sexuelle Menschen
waren und sind. (Das Wort „Sex“ ist keineswegs ein unanständiges
Wort. Sie finden es in jedem Lexikon).
Immer mehr Ärzte und bei andere Personen, die im Gesundheitsbereich tätig
sind, neigen zu der Auffassung, dass alle Krankheiten ihren Anfang nehmen,
wenn sich das Gehirn in einem matten oder entkräfteten Zustand befindet.
Es ist wohlbekannt, dass ein völlig vitaler Mensch praktisch immun gegen
Krankheiten ist.
Jeder intelligente Arzt, egal welcher Heilrichtung er folgt, weiß, dass die eigentliche
Heilerin die „Natur“ ist. Arzneimittel, Glaube, Handauflegen, Chiropraktik,
die „sanfte Heilung“ der Osteopathie und alle übrigen Formen eines
äußeren Einwirkens sind im Grunde nichts anderes als eine künstliche Unterstützung
der Natur beziehungsweise, um es noch deutlicher zu sagen, bloße
Methoden, um die Chemie des Bewusstseins so in Bewegung zu setzen,
dass sie die Zellen und das Gewebe des Körpers neu ausrichtet, das Gehirn
revitalisiert und dem menschlichen Apparat wieder zu einer normalen Funktionsweise
verhilft.
Selbst jeder Schulmedizin wird dies zugeben.
Welche Möglichkeiten stehen uns nun angesichts dessen für die künftige Entwicklung
im Bereich der seelischen Chemie offen?
Über das Prinzip des harmonischen Zusammenfügens von Bewusstseinen
lässt sich eine strotzende Gesundheit erreichen. Über dasselbe Prinzip können
wir eine genügend große Kraft aufbauen, um finanzielle Probleme zu lösen,
die jeden Menschen ständig bedrücken.
Die künftigen Möglichkeiten im Bereich der seelischen Chemie können wir
grob ermessen, indem wir einen Blick auf die bisherigen Leistungen werfen
und dabei bedenken, dass diese Leistungen größtenteils das Ergebnis zufälliger
Entdeckungen und beliebiger Gruppierungen von Bewusstseinen waren.
Wir nähern uns der Zeit, in der die seelische Chemie in den Universitäten
gelehrt werden wird, so wie jetzt auch andere Fächer gelehrt werden. Bis
dahin bleiben dem Interessierten das einschlägige Studium und das Experimenteren,
um sich die diversen Möglichkeiten zu eröffnen.

Seelische Chemie und wirtschaftliche Macht
Dass die seelische Chemie auf die wirtschaftlichen und beruflichen Belange
angewandt werden kann, ist eine belegbare Tatsache.
Über das Zusammenfließen zweier oder mehrerer Bewusstseine im Geiste
einer vollkommenen Harmonie kann über das Prinzip der seelischen Chemie
eine Macht geschaffen werden, die groß genug ist, um die einzelnen Beteiligten
zu scheinbar übermenschlichen Taten zu befähigen. Hier braucht
der Mensch Macht. Eine solche Macht kann von jeder Gruppe Menschen errungen
werden, die die Weisheit besitzen, um ihre eigenen Persönlichkeiten
und ihre eigenen individuellen Interessen auf dem Wege des Zusammenfließens
ihrer Bewusstseine in einer vollkommenen Harmonie einzubringen.
Haben Sie bemerkt, wie häufig in dieser Einführung das Wort „Harmonie“
verwendet wird? Ein Mastermind (Superhirn) ist nur möglich, wenn vollkommene
Harmonie gegeben ist. Die einzelnen Bewusstseine verschmelzen
nur dann miteinander, wenn zwei Bewusstseine im Geiste einer zweckgerichteten
vollkommenen Harmonie angeregt und sozusagen aufgewärmt
wurden. Sobald zwei Bewusstseine verschiedenen Interessen nachgehen,
trennen sich die einzelnen Bewusstseinseinheiten wieder und das dritte, als
„Mastermind“ bekannte und aus der harmonischen Verbindung entstandene
Element löst sich wieder auf.
Wir gelangen nun zum Studium einiger gut bekannter Männer, die über die
Anwendung der seelischen Chemie große Macht (und auch große Vermögen)
erlangen konnten.
Beginnen wir diesen Teil mit dem Studium von drei Männern, die in ihren jeweiligen
Tätigkeitsbereichen als äußerst erfolgreich bekannt sind.
Es handelt sich um Henry Ford, Thomas A. Edison und Harvey S. Firestone.
Von diesen dreien ist Henry Ford mit Abstand der mächtigste, was wirtschaftliche
und finanzielle Macht anbelangt. Mr. Ford ist derzeit der mächtigste
Mensch auf Erden. Viele haben Mr. Ford bereits studiert und halten ihn für
den mächtigsten Mann, der bisher gelebt hat. Immerhin verdient Mr. Ford
Millionen von Dollar mit derselben spielerischen Leichtigkeit, mit der ein Kind
am Strand seinen Eimer mit Sand füllt. Aus gut informierten Quellen ist bekannt,
dass Mr. Ford innerhalb einer einzigen Woche über eine Milliarde Dollar
verfügen könnte, sofern er sie brauchte. Niemand, der Fords Leistungen
kennt, dürfte dies bezweifeln. Leute, die ihn gut kennen, behaupten, dass ihm
dies nicht mehr Mühe bereiten würde als die Mühe, mit der der Normalbürger
seine Miete aufbringt. Dieses Geld könnte er aufgrund der intelligenten
Anwendung der Prinzipien erlangen, welche in diesem Kursus behandelt werden.
Während sich Fords neues Automobil 1927 noch in der Phase der Perfektion
befand, gingen bereits Vorbestellungen und Vorauszahlungen für 375.000
Autos bei ihm ein. Ausgehend von einem geschätzten Preis von $ 600,00
pro Wagen, hat er somit $ 225.000.000,– erhalten, bevor auch nur ein Wagen
ausgeliefert wurde. Dies möge als Beispiel dafür dienen, wie hoch das
Vertrauen in Fords Fähigkeiten ist.

Mr. Edison ist bekanntlich ein Philosoph, Wissenschaftler und Erfinder. Er gehört
sicherlich zu den eifrigsten Bibelschülern auf Erden. Gemeint ist hiermit
das Lehrbuch der Natur, nicht die Vielzahl der von Menschenhand gemachten
Bibeln. Mr. Edison verfügt über einen so tiefen Einblick in das Lehrbuch
von Mutter Natur, dass er zum Wohle der Menschheit mehr Naturgesetze
entdeckt und kombiniert hat als jeder andere Mensch, der jemals gelebt hat.
Er war es, der eine Nadelspitze so mit einem Stück rotierendenden Wachses
zusammengebracht hat, dass die menschliche Stimme aufgezeichnet und
abgespielt werden kann.
Edison war es, der den Blitz über eine Glühlampe dem Menschen dienlich
gemacht hat.
Auch der moderne Film ist Edison zu verdanken.
Dies sind nur einige seiner außergewöhnlichen Leistungen. Diese modernen
„Wunder“, die Edison nicht als Trickkunststücke, sondern im Lichte der modernen
Wissenschaft vollbracht hat, stellen alle bisherigen menschlichen
Wunderwerke in den Schatten.
Mr. Firestone ist die Seele der großen Firestone-Gummireifenunternehmens
in Akron, Ohio. Seine industriellen Leistungen sind jedem, der mit Automobilen
in Berührung gekommen ist, so gut bekannt, dass sich weitere Ausführungen
erübrigen.
Diese drei Männer haben ihre jeweiligen Laufbahnen allesamt ohne Startkapital
begonnen und verfügten auch nur über eine geringe Schulbildung.
Dennoch waren sie alles andere als ungebildet. Alle drei sind vermögend. Alle
drei sind mächtig.
Wir wollen uns nun die Ursache ihres Wohlstand und ihrer Macht ansehen.
Bislang haben wir uns lediglich mit der Wirkung beschäftigt; der wahre Philosoph
sucht jedoch nach der Ursache einer bestimmten Wirkung.
Es ist allgemein bekannt, dass Mr. Ford, Mr. Edison und Mr. Firestone seit
Jahren eng miteinander befreundet sind. In früheren Jahren hatten sie die
Gewohnheit, sich einmal jährlich gemeinsam eine Zeitlang in die Wälder zurückzuziehen,
um sich Ruhe und Erholung zu gönnen und sich der Meditation
zu widmen.
Nicht so bekannt ist jedoch – und es ist zu bezweifeln, ob es den betreffenden
Herren selbst bewusst ist -, dass zwischen ihnen eine harmonische Verbindung
besteht, die dazu führte, dass sich ihre Bewusstseine zu einem „Mastermind“
vereinigt haben, was die wahre Ursache der Macht jedes einzelnen
dieser Männer ist. Dieses Gruppenbewusstsein, welches sich aus der Koordination
der einzelnen Bewusstseine von Ford, Edison und Firestone entwickelte,
hat diese Männer in die Lage versetzt, Kräfte (und Wissensquellen)
anzuzapfen, von denen die allermeisten Menschen nichts wissen.
Sofern der Kursteilnehmer Zweifel an dem hier beschriebenen Prinzip oder
an den hier aufgeführten Wirkungen hat, möge er bedenken, dass mehr als
die Hälfte der hier dargestellten Theorie bereits eine wohlbekannte Tatsache
ist. So ist zum Beispiel bekannt, dass diese drei Männer über eine große
Macht verfügen. Es ist ebenfalls bekannt, dass sie wohlhabend sind. Und es
ist bekannt, dass sie ohne Kapital und mit nur einer geringen Schulbildung
starteten. Es ist bekannt, dass sie harmonisch und freundlich miteinander
umgehen.

Es ist bekannt, dass ihre Leistungen so außergewöhnlich sind, dass sie mit
denen anderer Männer in den jeweiligen Tätigkeitsbereichen nicht mehr verglichen
werden können.
All diese „Auswirkungen“ sind praktisch jedem Schuljungen in der zivilisierten
Welt bekannt, weshalb sich hier weitere Diskussionen erübrigen.
Eine der Tatsachen im Zusammenhang mit der Ursache der Leistungen von
Edison, Ford und Firestone ist mit Sicherheit, dass diese Leistungen nicht auf
Tricks, Täuschung oder dergleichen beruhen. Wir haben es hier also nicht
mit Schwindel, sondern mit Naturgesetzen zu tun. Mit Gesetzen, welche allen
Ökonomen und führenden Personen im Bereich der Wissenschaft größtenteils
bekannt ist, ausgenommen vielleicht das Gesetz der seelischen Chemie,
welches von der Wissenschaft noch nicht genügend erfasst und in ihrem
Katalog bekannter Gesetze noch nicht klassifiziert wurde.
Ein „Mastermind“ kann von jeder Gruppe Menschen gebildet werden, die ihre
Bewusstseine im Geiste einer vollkommenen Harmonie aufeinander ausrichten.
Die Gruppe kann aus einer beliebigen Anzahl ab zwei Personen bestehen.
Die besten Ergebnisse scheinen bei sechs oder sieben Personen erzielt zu
werden.
Es wurde gesagt, dass die Nutzung des Prinzips der Bewusstseinschemie
Jesus Christus zu verdanken sei und dass seine scheinbare Wundertätigkeit
auf diese Macht zurück zu führen gewesen sei. Es wurde auch darauf hingewiesen,
dass sich das „Mastermind“ dann, als einer seiner Jünger (Judas Iscariot)
den Glauben brach, sofort auflöste und Jesus alsdann mit der größten
Katastrophe seines Lebens konfrontiert wurde.
Sobald zwei oder mehr Menschen geistig harmonieren und die als „Mastermind“
bekannte Auswirkung herbeiführen, wird jeder an dieser Gruppe Beteiligte
mit der Macht ausgestattet, am Unterbewusstsein der übrigen Gruppenmitglieder
teilzuhaben. Diese Macht wird sofort offenkundig und zeigt
sich daran, dass zum einen das Bewusstsein eine höhere Schwingungsrate
aufweist und zum anderen eine lebhaftere Vorstellungskraft zu wirken beginnt
und der sechste Sinn aktiviert wird. Über diesen sechsten Sinn „flitzen“
neue Ideen ins Bewusstsein. Diese Ideen nehmen die Art und Form des im
Bewusstsein des einzelnen Menschen vorherrschenden Themas an. Falls
sich die Gruppe zum Zwecke der Besprechung eines bestimmten Themas
getroffen hat, gelangen themenbezogene Ideen dergestalt in die Köpfe aller
Anwesenden, als ob sie von einem äußeren Einfluss diktiert würden. Die
Bewusstseine der Teilnehmer am „Mastermind“ wirken als Magneten und
ziehen – wer weiß, woher – äußerst geordnete und praktischste Ideen und
Gedanken an!
Der hier als „Mastermind“ beschriebene Prozess der geistigen Harmonisierung
lässt sich vergleichen mit dem Zusammenschließen elektrischer Batterien
zu einem einzigen Übertragungsdraht, wodurch die durch die Leitung
fließende Kraft vervielfacht wird. Jede neu hinzukommende Batterie erhöht
die durch die Leitung fließende Kraft um die Energie der jeweiligen Batterie.
Dies gilt auch für die einzelnen Bewusstseine, die ein „Mastermind“ bilden.
Jedes Bewusstsein stimuliert über das Prinzip der seelischen Chemie die übrigen
Bewusstseine in der Gruppe, bis die geistige Energie so groß wird, dass
sie sich mit der als Äther bekannten universellen Energie verbindet, welche
ihrerseits jedes Atom des gesamten Universums berührt.

Das moderne Rundfunkgerät bestätigt in hohem Maße die hier vorgestellte
Theorie. Es müssen leistungsstarke Sende- oder Rundfunkstationen errichtet
werden, durch welche die Schallschwingung zunächst hochtransformiert
wird, bevor sie von der wesentlich höheren Schwingungsenergie des Äthers
aufgenommen werden kann und dann in alle Richtungen ausgestrahlt wird.
Ein aus vielen Einzelbewusstseinen, die so zusammen wirken, dass sie eine
starke Schwingungsenergie erzeugen, gebildetes „Mastermind“ ist beinahe
ein Ebenbild einer Rundfunkstation.
Jeder Vortragsredner hat den Einfluss der seelischen Chemie bereits kennen
gelernt und gespürt, denn es ist eine wohlbekannte Tatsache, dass ab dem
Zeitpunkt, ab dem die einzelnen Bewusstseine des Publikums mit dem Redner
„Rapport“ aufnehmen (sich also auf die Schwingungsrate des Bewusstseins
des Rednern einstimmen), im Bewusstsein des Redners eine merkliche
Zunahme des Grades der Begeisterung entsteht und dieser häufig eine oratorische
Kunstfertigkeit erlangt, die bisweilen sogar ihn selbst überrascht.
Die ersten fünf bis zehn Minuten einer durchschnittlichen Rede sind meist einer
„Aufwärmphase“ gewidmet. Damit ist der Prozess gemeint, über den das
Bewusstsein des Redners im Geiste einer vollkommenen Harmonie mit den
Bewusstseinen der Publikumsteilnehmer in Einklang gebracht werden soll.
Jeder Redner weiß, was geschieht, wenn dieser Zustand der vollkommenen
Harmonie mit seinem Publikum nicht hergestellt wird.
Die scheinbar übernatürlichen Erscheinungen, die bei spiritualistischen Sitzungen
auftauchen, sind das Ergebnis der gegenseitigen Reaktion auf die Bewusstseine
in der Gruppe. Diese Erscheinungen treten selten ein, bevor die
Gruppe nicht wenigstens zehn oder zwanzig Minuten zusammen getroffen
ist, da diese Zeit notwendig ist, damit sich die Bewusstseine miteinander in
Harmonie bringen können.
Die von den Teilnehmern einer spiritualistischen Sitzung aufgenommen „Meldungen“
kommen vermutlich aus einer der folgenden beiden Quellen, nämlich:
erstens: aus dem großen Lagerhaus des Unterbewusstseins eines Sitzungsteilnehmers
oder
zweitens: aus dem universellen Lagerhaus des Äthers, in dem – was mehr als
wahrscheinlich ist – sämtliche gedanklichen Schwingungen aufbewahrt sind.
Weder ein Naturgesetz noch menschliche Überlegungen bestätigen die Theorie
der Kommunikation mit Verstorbenen.
Es ist eine wohlbekannte Tatsache, dass jeder einzelne Mensch über das
Prinzip der seelischen Chemie den Wissensstand in einem anderen Bewusstsein
erforschen kann und man kann mit Fug und Recht annehmen, dass diese
Macht soweit ausgedehnt werden kann, dass sie mit anderen Schwingungen
im Äther, sofern vorhanden, Kontakt aufnehmen kann.
Die Theorie, wonach alle höheren und feineren Schwingungen, wie sie zum
Beispiel durch das Denken entstehen, im Äther aufbewahrt werden, beruht
auf der bekannten Tatsache, dass weder Materie noch Energie (die beiden
bekannten Elemente des Universums) geschaffen oder zerstört werden können.

Die Vermutung liegt nahe, dass sämtliche Schwingungen, die soweit „hochtransformiert“
wurden, dass sie im Äther vorhanden sind, für alle Zeiten dort
verbleiben. Die niedrigeren Schwingungen, welche sich mit dem Äther nicht
vermischen oder anderweitig damit Kontakt aufnehmen, leben wahrscheinlich
ein normales Leben und sterben wieder ab.
Alle so genannten Genies haben ihren Ruf wahrscheinlich dem Umstand zu
verdanken, dass sie zufällig oder auf andere Weise mit anderen Bewusstseinen
Allianzen gebildet haben, die sie befähigten, ihre eigene geistige Schwingung
soweit „hochzutransformieren“, dass sie mit dem unerschöpflichen
Tempel des Wissens, der im Äther des Universums errichtet ist, Kontakt
aufnehmen konnten. Alle großen Genies waren auch, soweit es der Verfasser
ermitteln konnte, Menschen mit einem starken

 


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